Preisverleihung
Wettbewerb 2026
„Durch Kunst beginnt der Austausch, der Menschen verbindet“
Am 20. Juni 2026 wurden in der Stadthalle Wehr die Preisträger um den Lothar Späth Förderpreis 2026 von Schirmherrin des Preises, Frau Prof. Anne-Sophie Mutter, sowie dem Stiftungsvorsitzenden, Bürgermeister Denis Schimak, ausgezeichnet.
Der Lothar-Späth-Förderpreis zeigt eindrucksvoll, wie Kunst Brücken baut und Menschen verbindet. Er macht sichtbar, wie viel kreative Kraft in Menschen steckt, deren Talente in der Öffentlichkeit oft zu wenig wahrgenommen werden. Die Stadt Wehr setzt mit der Ausrichtung des Preises ein klares Zeichen: Inklusion ist nicht nur ein Konzept – sie ist gelebte Realität.
Hauptpreise
Sonderpreise
Anerkennungspreise
Jubiläums- bildband
Anlässlich des 20‑jährigen Jubiläums des Lothar Späth Förderpreises erscheint erstmals ein umfangreicher Bildband, der die Entwicklung des Förderpreises und die künstlerische Vielfalt der vergangenen zwei Jahrzehnte eindrucksvoll dokumentiert. Der Band zeigt nicht nur die Geschichte des Lothar Späth-Förderpreises und die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre auf, sondern er lässt auch zahlreiche Akteurinnen und Akteure – darunter Künstlerinnen und Künstler, Jurymitglieder und Wegbegleiter – persönlich zu Wort kommen.
Der Bildband kann im Kulturamt der Stadt Wehr sowie auch im Rahmen der Preisträgerausstellung zugunsten der Lothar Späth-Förderpreis-Stiftung zum Einzelpreis von 25,00 Euro erworben werden.
Ausstellung
Ein zentraler Bestandteil des Lothar-Späth-Förderpreises ist die Preisträgerausstellung, die im Anschluss an die Preisverleihung eröffnet wird. Seit 2020 wird sie von der in Wehr lebenden Künstlerin Elena Romanzin kuratiert, die diese Aufgabe von der renommierten Schweizer Bühnenbildnerin Lilot Hegi übernommen hat. Gezeigt werden die Werke der Hauptpreisträger (1. bis 3. Platz), die Werke der zehn Anerkennungspreisträger sowie der drei Sonderpreisträger (Sonderpreis Zonta Club Südschwarzwald, Kunst + Diakonie-Preis Paul Gräb und Schülerpreis der Realschule Wehr). Traditionell zeigen auch die Juroren eines ihrer Werke, um dem Publikum einen Einblick in ihr Schaffen zu ermöglichen.
Die Preisträgerausstellung wird am 20. Juni 2026 ab 16:00 Uhr in der Galerie „Altes Schloss“ gezeigt und ist bis Sonntag, den 26. Juli 2026 geöffnet. Die Öffnungszeiten sind grundsätzlich samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die ausgestellten Arbeiten werden im Auftrag der Künstlerinnen und Künstler zum Kauf angeboten.
Jury
Die Jury des Lothar Späth-Förderpreises besteht aus der Kuratorin sowie zwei professionellen Künstlern/innen. Diese wechseln bei jeder Preisverleihung. Die Jury bewertet nach künstlerischen Kriterien. Therapeutische Gesichtspunkte spielen keine Rolle. Es geht nur um die ästhetische Qualität der eingereichten Arbeiten.
Elena Romanzin
Die italienische Malerin, Dozentin und Kuratorin Romanzin interpretiert die traditionelle Malerei in einem zeitgenössischen Stil und nutzt Symbole der klassischen gegenständlichen Malerei, um soziale, psychologische und ökologische Sachverhalte zu thematisieren. Seit der Gründung ihrer Malschule im Jahr 2013 folgt Romanzin einer Kursideologie des handwerklich erlernbaren Zeichnens und Malens. Von Beginn an arbeitet sie deutschlandweit in den unterschiedlichsten kreativen und verbindenden Projekten mit einer Vielzahl von Institutionen zusammen. In all ihrem Handeln lebt sie Inklusion, ohne sie zwangsläufig zu adressieren. Seit 2014 tritt sie als Gestalterin von vielfältigen Ausstellungskonzepten und Kunstformaten in Erscheinung, z.B. in der Villa Berberich in Bad Säckingen. Für den Lothar-Späth-Förderpreis war sie erstmals im Jahr 2016 tätig. Sie arbeitete fortan eng mit der langjährigen Kuratorin Lilot Hegi zusammen und übernahm co-kuratierende und einführende Verantwortung. Seit 2020 ist sie Vorsitzende der Jury und Kuratorin des Lothar Späth Förderpreises. Elena Romanzin wohnt in Wehr/ Baden.
Lilot Hegi
Lilot Hegi begleitete als Kuratorin den Lothar Späth Förderpreis seit Anbeginn (2006) und übergab 2020 an Elena Romanzin. Sie begann Ihre Kariere als Primarlehrerin, studierte Literatur, Philosophie und Theaterwissenschaft an der Universität Zürich. 1971 Begann sie das Studium an der Hochschule der Künste in Berlin im Fachbereich Bühnenbild bei Willi Schmidt. Seit 1985 arbeitete Lilot Hegi als freischaffende Ausstatterin am Staatstheater Stuttgart, der Stadt Köln, am Theater in der Josefstadt Wien, an den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Theater Berlin, am Thalia-Theater Hamburg, am Volkstheater Wien, am Theater Basel, dem Stadttheater Bern sowie an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau. Seit 1997 übernahm sie eigene Regiearbeiten (immer in eigener Ausstattung) an den Städtischen Bühnen Freiburg, am Staatstheater Kassel und dem Stadttheater Bern. 1996 und 1997 übernahm sie die Gastprofessur an der Hochschule der Künste Berlin (Bühnenbildklasse Achim Freyer). Neben den Arbeiten für die Bühne kurartierte sie diverse Ausstellungen (freie Malerei).
Jochen Mühlenbrink
Jochen Mühlenbrink (DE, 1980) studierte von 2001 bis 2006 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Werke operieren häufig an der Grenze zwischen Illusion und Wahrnehmung, indem sie scheinbar vertraute Oberflächen, Fenster- und Raumfragmente oder optische Täuschungen inszenieren. Dabei verbindet Mühlenbrink kunsthistorische Bezüge mit Überlegungen zur Materialität und Bildlogik, wodurch er die Beziehung zwischen Betrachter, Objekt und Raum neu verhandelt. Seit 2005 ist seine Arbeit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, die in Galerien und Institutionen in Deutschland, Europa, Asien sowie Nordamerika präsentiert werden. Sein Werk findet international Anklang und wird von renommierten Galerien vertreten, darunter ASPN, Leipzig, Galerie Thomas Fuchs, Stuttgart, Gerhard Hofland, Amsterdam, Gether Contemporary, Kopenhagen, Long Story Short in New York City und Cuturi Gallery, Singapur.
Ellen Mosbacher
Unbeeinflusst von Kunstschulen und Kursen hat sich Ellen Mosbacher in 25 Jahren künstlerischer Tätigkeit einen eigenen, teilweise unkonventionellen Stil erarbeitet. Neugierde und die Bereitschaft sich immer wieder neu zu erfinden, sind für sie die Basis ihrer Kunst. Ihr aktueller Schwerpunkt besteht darin, Leinwandflächen in plastische Collagen umzuformen. Die Themen ihrer Kunst basieren auf persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen. Bei der im Jahr 2025 entstandenen Serie „Circle Games“ hat sie sich mit ihrer künstlerischen Vergangenheit auseinandergesetzt, alte Werke zerschnitten und anschließend mit den Fragmenten neue Bildkompositionen geschaffen. Ellen Mosbacher wünscht sich eine Welt, in der nicht die Kunstschaffenden, sondern die Qualität ihrer Werke im Fokus stehen. Erst durch unterschiedliche Lebenswelten können neue Ausdrucksformen geschaffen werden. Kunst sollte immer Beachtung erhalten und als Bereicherung für eine vielfältige und offene Gesellschaft gesehen werden. Ellen Mosbacher ist sehr gut in der regionalen Kunstszene vernetzt und seit 2013 aktives Vorstandsmitglied im Verein Bildende Kunst Lörrach e.V..